Bereits
2000 Jahre alte chinesische Schriften beschreiben einen reflektorischen
Zusammenhang zwischen der Ohrmuschel und einzelnen
Körperregionen. So kennen wir in der traditionellen
chinesischen Medizin mit ihrem wichtigen Therapieverfahren, der Akupunktur,
diverse Akupunkturpunkte im
Ohr. Durch setzen von Akupunkturnadeln in
diese Punkte können alle Organe und hormonelle Regelkreise
gezielt behandelt werden.
In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte der
französische Arzt Paul Nogier
dieses Therapieverfahren weiter und passte es vor allem westlichen
medizinischen Denken an. Die von ihm entwickelte Ohrakupunktur
ist eine Methode sowohl zur Diagnose wie
auch zur Therapie.
Durch Setzen von sehr kleinen Nadeln in entsprechende Akupunkturpunkte
am Ohr kann ein gezielter Reiz gesetzt werden. Normalerweise werden pro
Ohr nicht mehr als 5 bis 7 Nadeln gesetzt, die dann ca. 25 Minuten im
Ohr verbleiben. Bei kleinen Kindern können winzige Samen
mittels Pflaster auf die entsprechenden Stellen geklebt werden.
Während dieser Zeit liegt der Patient entspannt auf einer
Behandlungsliege. |
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Indikationen
für die Ohrakupunktur:
- Schmerztherapie
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Atemwegserkrankungen
- Magen-Darm- Erkrankungen
- Nieren- oder Blasenerkrankungen
- Hauterkrankungen
- Allergische Erkrankungen (z.B. Heuschnupfen)
- Raucherentwöhnung
- Stoffwechselerkrankungen
- Hormonelle Dysregulationen (z.B. -
Schilddrüsenüberfunktion,
Schilddrüsenunterfunktion)
- Kinderwunsch
- Vegetative Dysregulationen (Erschöpfung,
Schlafstörungen, Stress, leichte
Depressionen)
- Als Begleitung beim Abnehmen
- Angstsyndrome (begleitend zu ärztlicher oder
psychotherapeutischer Behandlung) |