Pflanzenheilkunde

Pflanzen waren jahrhundertelang nahezu die einzigen Heilmittel und die ersten Grundstoffe zur Herstellung von Arzneien. Ein erster Anbau von Heilpflanzen erfolgte bereits im 6. Jahrtausend  v. Chr. in Indien und China. Ein ägyptischer Papyrus aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts v. Chr. erwähnt etwa 700 Substanzen tierischer und pflanzlicher Herkunft, darunter Anis, Kümmel, Leinsamen und Hanf. Im 15. und 16.   Jahrhundert  n. Chr. „einer Blütezeit" der Pflanzenheilkunde, begann die systematische Betrachtung von Pflanzen.

In unserer Zeit unterscheidet man in der Pflanzenheilkunde zwei Richtungen. Die naturwissenschaftlich orientierte Pflanzenheilkunde, die sich nur für die einzelnen Inhaltsstoffe einer Pflanze und deren physiologischer und  pharmakologischer Wirkung interessiert. Daneben gibt es die erfahrungsheilkundlich orientierte Pflanzenheilkunde, die über ein umfangreiches Wissen im Hinblick auf die traditionellen  Anwendungen von Heilpflanzen verfügt. Sie legt Wert darauf, die Pflanze in ihrer Gesamtheit  zu erfassen und bezieht ihr  Wissen aus der Mythologie und Signaturenlehre in eine ganzheitliche Betrachtung der Heilpflanze mit ein.
Ich finde es wichtig, die Wirkung einer Pflanze im Ganzen zu betrachten, denn es heißt nicht umsonst: "Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile!" Und so habe ich die besten Erfahrungen mit Heilpflanzenpräparaten gemacht, bei denen die Herstellungsfirmen einen respektvollen und ganzheitlichen Umgang mit den Pflanzen pflegen.

Einsatzgebiete für pflanzliche Heilmittel:

- Erkältungskrankheiten
- Hauterkrankungen ( wie z.B. Acne vulgaris, Neurodermitis,   Schuppenflechte, Ekzeme)
- Vegetative Dysregulationen (z.B. Schlafstörungen,   Nervosität, leichte depressive Verstimmungen)
- Leichte bis mittelschwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Rheumatische Erkrankungen
- Magen-Darm-Erkrankungen