Habe ich ein Burn-out oder doch eine Depression ?
Burn-out und Depression. Die Unterschiede verstehen
Seit vielen Jahren beobachte ich in meiner Praxis, dass immer mehr Menschen an ihre Belastungsgrenze kommen. Sie schlafen schlecht, fühlen sich ständig erschöpft, können sich nicht mehr richtig erholen und haben das Gefühl, nur noch zu funktionieren.
Viele dieser Patienten haben bereits eine lange Reise hinter sich. Sie waren bei verschiedenen Ärzten, haben Untersuchungen durchführen lassen und hoffen nun, endlich eine Erklärung für ihre Beschwerden zu finden.
Eine Frage begegnet mir dabei immer wieder:
Leide ich unter einem Burn-out oder steckt vielleicht eine Depression dahinter?
Die Antwort ist nicht immer einfach. Denn beide Zustände können ähnliche Symptome verursachen. Trotzdem gibt es wichtige Unterschiede, die für die Behandlung entscheidend sind.
Wenn die Kraft einfach nicht mehr reicht
- Durchschlafstörungen und frühes Erwachen
- ständige Müdigkeit und Erschöpfung
- nächtliches Schwitzen
- Konzentrationsstörungen
- Verspannungen und Rückenschmerzen
- Kopfschmerzen
- Reizdarmbeschwerden
- Heißhunger auf Süßes oder Appetitlosigkeit
- erhöhte Infektanfälligkeit
- Lustlosigkeit und fehlende Lebensfreude
- nachlassendes sexuelles Interesse
Nicht immer ist die Psyche die Ursache
Bevor man von Burn-out oder Depression spricht, sollten mögliche körperliche Ursachen sorgfältig abgeklärt werden.
Was spricht eher für ein Burn-out?
Menschen mit einem Burn-out sind häufig Menschen, die lange Zeit sehr viel geleistet haben. Sie kümmern sich um Familie, Beruf, Angehörige oder andere Verpflichtungen und stellen ihre eigenen Bedürfnisse immer weiter zurück.
Was spricht eher für eine Depression?
Bei einer Depression geht die Erschöpfung meist tiefer. Viele Betroffene beschreiben weniger Traurigkeit als vielmehr eine innere Leere. Es gibt aber auch die Variante, die man agitierte Depression nennt. Hiervon sind besonders Männern betroffen. Sie scheinen ganz viel Energie zu haben und sind ständig in Aktion.
Welche Rolle spielt Cortisol?
In meiner Praxis nutze ich bei entsprechender Fragestellung gelegentlich eine Hormonspeicheldiagnostik.
Wie kann die Naturheilkunde helfen?
Je nach Situation arbeite ich unter anderem mit Heilpflanzen, Akupunktur, mikrobiologischer Therapie, Teerezepturen, Bach-Blüten, Schüßler-Salzen und Ordnungstherapie.
Wann eine Psychotherapie wichtig ist
Bei einem ausgeprägten Burn-out kann die Naturheilkunde häufig sehr viel bewirken. Liegt jedoch eine Depression vor, reicht sie allein meist nicht aus.
Frühzeitig Hilfe suchen
Wenn Sie sich in den beschriebenen Symptomen wiedererkennen, müssen Sie damit nicht allein bleiben.



