Immer müde und erschöpft ?

Immer mehr Menschen leiden unter einer ständigen Erschöpfung. Sie fühlen sich, als würden sie ein Leben auf halber Flamme führen. Sie sind nicht richtig krank aber auch nicht richtig gesund. Ein Gefühl von ständiger Überforderung ist ihr täglicher Begleiter. Morgens kommen sie schlecht aus dem Bett, der Tag wird nur mit großen Mengen Kaffee überstanden. Aber abends, wenn sie eigentlich zur Ruhe kommen sollten, macht sich auf einmal Aktionismus breit. Genauso ist der Nachtschlaf unruhig und nicht erholsam.  Hobbys und Freunde werden zunehmend als Belastung und nicht als Bereicherung empfunden. Wenn diese Menschen dann zum Arzt gehen, kommen häufig nicht wirklich aussagekräftige Befunde dabei heraus. Also, alles nur eingebildet ?

Nein, ist es nicht. Aber, es dauert häufig lange, bis der Blick auf die Nebennieren fällt. Diese kleinen und etwas unscheinbaren Organe liegen beidseitig wie Zipfelmützen den Nieren auf und produzieren lebenswichtige Hormone, die sie ins Blut abgeben. Unter anderem das wichtige Hormon Cortisol. Cortisol ist eine Art Aktivitätshormon und passt die Energieversorgung des Körpers an äußere Umstände an. Morgens sollte unser Cortisolspiegel hochfahren und uns voller Energie und Tatkraft in den Tag starten lassen. Gegen Abend sollte der Cortisolspiegel rapide absinken und den Körper auf Entspannung und Nachtruhe einstellen. Cortisol sorgt aber nicht nur für Energie sondern ist auch unser körpereigenes Antiallergie- und Entzündungsmittel. Ein gut ausbalancierter Cortisolspiegel  sorgt also auch für ein stabiles Immunsystem.

Leider führt unsere moderne Lebensweise dazu, dass die Nebennieren durch langandauernde Überforderung irgendwann erschöpfen. Man spricht dann von einem Hypocortisolismus. Wie kommt es jetzt dazu ? Unser modernes Leben läuft gegen alle inneren Rhythmen an. Wir leben läufig in einem ständigen Stressmodus. Viele Menschen merken gar nicht mehr, dass sie von alleine nicht mehr entspannen können. Wir gehen zu spät ins Bett, schlafen zu wenig und dass auch noch in Räumen mit massivem Elektrosmog. Wir bekommen zu wenig Sonnenlicht und absolut zu wenig Bewegung. All dies sorgt dafür, dass die Nebennieren anfänglich große Mengen an Cortisol ausschütten. In dieser Zeit haben wir noch die Kraft, unsere täglichen Belastungen zu meistern. Aber, mit der Zeit erschöpfen sich die Nebennieren und schütten eben nicht mehr genügend und auch nicht mehr tageszeitgerecht Cortisol aus. Und dann beginnt der unheilvolle Kreislauf von ständiger Erschöpfung, Schlafstörungen, depressiven Verstimmung und ständiger Infektneigung.

Jetzt reicht es aber nicht aus, etwas ( auch natürliches und pflanzliches ) gegen die Schlafstörungen oder die ständige Müdigkeit oder Infektanfälligkeit einzunehmen. Damit würde man eventuell sogar die Nebennierenerschöpfung noch weiter verschlimmern.  An erster Stelle kann es Sinn machen, die Cortisolwerte überhaupt erst einmal zu messen. Das lässt sich leicht und unkompliziert im Speichel machen. Und mit diesen Ergebnissen kann dann ganz gezielt behandelt werden. Es gibt eine Reihe pflanzlicher und homöopathischer Mitteln, die gezielt die Nebennieren ansprechen. Auch gibt es entsprechende Akupunkturpunkte im Ohr. Ganz wichtig ist es aber, die eigene Lebensführung zu überdenken und dann entsprechend zu verändern.

Gesunde, gut arbeitende Nebennieren sorgen für einen ausgeglichen Tag- Nacht- Rhythmus und ein stabiles Immunsystem. Sie sorgen für Tatkraft und eine positive Stimmung. Und das wünschen wir uns doch alle.

 

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